Gesundheit, die verbindet
Wie die MAHLE BKK und der Gesamtbetriebsrat gemeinsam Zukunft gestalten – für und mit den Menschen im Unternehmen.
Im Interview sprechen Boris Schwürz, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei MAHLE sowie erweitertes Verwaltungsratsmitglied der MAHLE BKK und Nicole Müller-Coonan, Vorständin der MAHLE BKK, über die besondere Rolle einer betriebsbezogenen Krankenkasse, über exklusive Mehrwerte und darüber, warum „Besser versichert. Gesünder sein.“ weit mehr ist als ein Slogan.
Für beide Gesprächspartner ist das Thema Gesundheit und der Erhalt der Leistungsfähigkeit nicht nur ein berufliches Aufgabenfeld, sondern ein echtes Herzensanliegen, sowohl in ihrer jeweiligen Funktion als auch privat. Sie eint der Anspruch, Menschen zu unterstützen, sie zu stärken und ihnen Angebote zur Seite zu stellen, die Gesundheit fördern und im Arbeitsalltag konkret helfen.
In Zeiten des Wandels, geprägt durch Fachkräftemangel, demografische Veränderungen und steigende gesundheitliche Belastungen in vielen Arbeitsbereichen, gewinnt die betriebliche Gesundheitsversorgung zunehmend an Bedeutung. Eine betriebsbezogene Krankenkasse kann dabei für Mitarbeitende wie auch für Arbeitgeber ein echter Erfolgsfaktor sein.
Besonders deutlich wird dies bei Boris Schwürz, der seit vielen Jahren im Gesamtbetriebsrat des Konzerns tätig ist und die Menschen im Unternehmen gut kennt – ihre Herausforderungen, ihre Belastungen und ihre Wünsche. Was ihn antreibt, ist ein tiefes Verständnis dafür, wie wichtig Gesundheit für ein gutes und sicheres Arbeitsleben ist. Sein Engagement ist geprägt von dem Anspruch, Mitarbeitende zu schützen, zu unterstützen und ihnen Orientierung zu bieten, wenn Unsicherheiten entstehen. Sei es in Gesundheitsfragen, bei Veränderungen im Unternehmen oder im täglichen Arbeitsumfeld.
Für die Beschäftigten ist er Interessenvertreter, Vertrauensperson und oft erste Anlaufstelle. Seine Rolle im GBR ermöglicht es ihm, strukturelle Probleme früh zu erkennen und sich für Lösungen einzusetzen, die langfristig die Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden stärken.
„Unsere Nähe sorgt dafür, dass wir nicht nur reagieren – wir gestalten aktiv mit.“
Frau Müller-Coonan, was ist der Kern einer betriebsbezogenen Betriebskrankenkasse?
Nicole Müller-Coonan:
Eine betriebsbezogene Krankenkasse ist weit mehr als ein reiner Kostenträger. Sie ist ein strategischer Partner, der Gesundheit fördert, Leistungsfähigkeit sichert und langfristig zur wirtschaftlichen Stabilität und zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens beitragen kann. Unser größter Vorteil ist die Nähe. Wir sind vor über 70 Jahren aus dem Unternehmen heraus entstanden, wir kennen die Arbeitswelt unserer Versicherten und wir wissen, welche Herausforderungen bestimmte Tätigkeiten mit sich bringen. Wir sind schnell, lösungsorientiert und vor allem menschlich-kollegial.
Wir sind kein anonymes Call-Center. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt: Viele Versicherte kennen uns persönlich, einige kommen direkt in unsere Geschäftsstelle im Betrieb. Das schafft Vertrauen. Unser Anspruch lautet: „Service von Menschen für Menschen – oder: von MAHLE für MAHLE.“ Diese Nähe ermöglicht es uns, Leistungen zu entwickeln, die wirklich gebraucht werden: von erweiterten Vorsorgeangeboten zu persönlicher Beratung, die den Menschen ernst nimmt, bis hin zur Umsetzung von care for you, dem Gesundheitsprogramm bei MAHLE.
„Für die Beschäftigten ist entscheidend: Man bekommt schnell jemanden ans Telefon, der einen kennt.“
Herr Schwürz, Sie vertreten sowohl die Versicherten als auch das Unternehmen. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit?
Boris Schwürz:
Für die Belegschaft ist das ein großer Gewinn. Viele Beschäftigte haben in anderen Zusammenhängen die Erfahrung gemacht, dass Krankenkassen unpersönlich sind. Bei unserer BKK ist das ganz anders. Die Menschen fühlen sich nicht wie eine Nummer und das macht einen enormen Unterschied, gerade in sensiblen gesundheitlichen Situationen.
Was ich besonders schätze: Wenn jemand eine Frage hat oder Unterstützung benötigt, wird das schnell und unbürokratisch geklärt. Es gibt feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die die Lebenswelt der Kolleginnen und Kollegen kennen. Das schafft Vertrauen und Verlässlichkeit.
Besonders erfreulich ist zudem, dass sich der Verwaltungsrat der BKK zu großem Teil aus Betriebsräten der verschiedenen deutschen MAHLE-Standorte zusammensetzt. Sie engagieren sich sowohl unternehmensseitig als auch innerhalb der BKK und bringen die Belange der Mitarbeitenden direkt in die Arbeit der Krankenkasse ein. Für die Belegschaft ergibt sich daraus ein klarer Mehrwert: Die Kolleginnen und Kollegen werden individuell unterstützt, ihre Anliegen werden wahrgenommen, und die BKK bleibt ein verlässlicher Partner für Gesundheit und Wohlbefinden.
Welche Bedeutung hat Ihre Position im Gesamtbetriebsrat für die Mitarbeitenden?
Boris Schwürz:
Ich sehe mich als Brücke. Viele Fragen, Sorgen oder Verbesserungsvorschläge erreichen mich über die Arbeit in den MAHLE Betrieben. Als ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrates und heute als erweitertes Verwaltungsrats- Mitglied, kann ich diese Themen direkt einbringen. Das ist ein enormer Vorteil für die Kolleginnen und Kollegen, weil die BKK unmittelbar erfährt, was die Menschen bewegt. Umgekehrt kann ich aber auch erklären, warum bestimmte Entscheidungen oder Programme der BKK hilfreich sind. Das schafft Transparenz und Authentizität.
Nicole Müller-Coonan ergänzt:
Diese Verbindung ist für uns sehr wertvoll. Sie sorgt dafür, dass wir nicht an den Bedarfen der Menschen vorbeiarbeiten. Wir bekommen direktes, ehrliches Feedback und darauf können wir reagieren.
Welche besonderen Leistungen bietet die MAHLE BKK ihren Versicherten?
Nicole Müller-Coonan:
Unsere einzigartige Mitgliedschaftsstruktur verschafft uns eine besondere Stellung, die es uns ermöglicht, die Gesundheit unserer Versicherten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen. Unser tägliches Ziel ist es, zum Wohl der Versicherten zu handeln: Wir wollen, dass Sie gesund sind, gesund bleiben und gesund werden! Dazu stellen wir individuelle und ganzheitliche Gesundheitslösungen bereit. Wir möchten über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen. Unsere Versicherten profitieren beispielsweise von:
- erweiterten Vorsorgeuntersuchungen. Da uns das Thema Prävention stark am Herzen liegt, bieten wir insbesondere in der Krebsvorsorge frühzeitige Zusatzleistungen, wie das Hautkrebsscreening bereits vor 35 oder der Brust-Sonographie zur Brustkrebs-Prävention.
- Behandlungsprogrammen, die auf typische Belastungen im Unternehmen zugeschnitten sind, wie unser Orthopädie Vertrag. Hier erhalten Versicherte einen garantierten Termin und Diagnose innerhalb von 48 bzw. 72 Stunden.
- zusätzlichen Leistungen für Familien, etwa erweiterte Schwangerschafts- und Kinderprogramme mit einem Budget von bis zu 600 €.
Boris Schwürz:
Dazu kommt der unkomplizierte Zugang. Manchmal ist der Weg zu einer Leistung genauso entscheidend wie die Leistung selbst. Bei der MAHLE BKK reicht oft ein kurzer Anruf oder persönlicher Termin vor Ort und die Sache ist geklärt. Das entlastet enorm und kenne ich ansonsten von keiner anderen Krankenkasse.
„Digital ja – aber niemals ohne persönlichen Kontakt, wo er gebraucht wird.“
Wie verbinden Sie Digitalisierung und menschlichen Service?
Nicole Müller-Coonan:
Für uns ist Digitalisierung ein Werkzeug, kein Selbstzweck. Wir bauen digitale Services aus, weil sie den Alltag erleichtern – etwa Apps, Online-Bescheinigungen oder digitale Gesundheitskurse. Ich sage immer: „Durch Digitalisierung sollen Freiräume für das Persönliche geschaffen werden.“ Und gerade deshalb bleiben wir auch weiterhin erreichbar und persönlich vor Ort. Keine Warteschleifen, keine anonymen Call-Center. Wenn jemand krank ist, Unterstützung braucht oder Fragen hat, bekommt er einen Menschen, der sich kümmert. Das ist unsere Identität.
Boris Schwürz:
Viele Beschäftigte sagen mir: „Es tut gut, zu wissen, dass ich im Notfall jemanden habe, der mich kennt und genau weiß, bei wem ich mich melden muss.“ Das kann keine App ersetzen.
„Gesundheit im Unternehmen ist mehr als Prävention – es ist ein Erfolgsfaktor.“
Warum ist die MAHLE BKK auch für den Arbeitgeber ein strategischer Vorteil?
Boris Schwürz:
Gesundheit ist längst ein Thema, das ganz oben auf der Agenda bei MAHLE stehen sollte. Die Arbeitswelt wird komplexer, Belastungen nehmen zu – körperlich wie mental – das belastet die Kolleginnen und Kollegen stark. Wenn man dann eine eigene Krankenkasse hat, die die Menschen und ihre Tätigkeiten kennt, kann dadurch in unterschiedlicher Weise ein entscheidender Beitrag geleistet werden, wie zum Beispiel die Unterstützung bei verschiedensten Wiedereingliederungsmaßnahmen oder die Teilnahme bei BEM-Gesprächen.
Die MAHLE BKK unterstützt alle Kolleginnen und Kollegen in unterschiedlicher Weise. Sei es durch die Umsetzung von Gesundheitsaktionen wie der betrieblichen Darmkrebsvorsorge, einem Hautscreening oder der Durchführung von Sportangeboten. Aber auch Programme zur psychischen Gesundheit und Beratungen wie z.B. Gespräche zum betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement oder Fragen rund um die Sozialversicherung.
Aber auch der Arbeitgeber profitiert davon, dass uns nicht nur Leistungen bereitgestellt werden, sondern aktiv dabei geholfen wird, die Gesundheit im Betrieb zu stärken.
Gibt es konkrete Beispiele, wie die Zusammenarbeit wirkt?
Nicole Müller-Coonan:
Mitarbeitende stehen aktuell vor vielen Herausforderungen, und ihre Gesundheit ist wichtiger denn je. Ein gezieltes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) kann hier direkt ansetzen.
Als Gesundheitspartner des MAHLE Konzerns setzt die MAHLE Betriebskrankenkasse diese Strategie mit dem exklusiven Programm care for you in die Praxis um. Ganz nach dem Leitgedanken „von MAHLE, für MAHLE“. Seit seiner Entwicklung 2023 gemeinsam mit Betriebsrat und HR wird das Programm deutschlandweit umgesetzt und bündelt alle Gesundheitsakteure, damit Mitarbeitende ihre Gesundheit aktiv stärken können. care for you beinhaltet die Umsetzung von Gesundheitstagen, Vorsorgescreenings, Sportprogramme vor Ort. Aber auch außerhalb des Arbeitsalltages bieten wir als MAHLE BKK unseren Versicherten Zusatzleistungen, die sie optimal unterstützen. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit einer schnellen Unterbringung in psychotherapeutischen Kliniken: Während bei anderen Kassen lange Wartezeiten entstehen, sorgen wir dafür, dass Mitarbeitende sofort Hilfe erhalten. So werden Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit nachhaltig gefördert – für die Mitarbeitenden selbst und für das Unternehmen.
Herr Schwürz, Frau Müller-Coonan hat eben die besonderen Stärken der BKK und die enge Zusammenarbeit mit MAHLE hervorgehoben. Gleichzeitig hat jede Organisation Bereiche, in denen sie sich weiterentwickeln kann. Wo sehen Sie persönlich Schwachstellen oder Potenziale, die man bei der BKK künftig ausbauen könnte?
Boris Schwürz:
Ich persönlich sehe die MAHLE BKK als einen verlässlichen und starken Partner für die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen. Natürlich muss man ehrlich sagen: Im Vergleich zu großen Krankenkassen ist unsere BKK kleiner und dadurch in der öffentlichen Wahrnehmung weniger präsent. Sie ist nicht auf Stadtfesten, regionalen Messen oder großen Veranstaltungen vertreten –solche Formate kann sie schlichtweg nicht im gleichen Umfang bespielen wie größere Kassen.
Gleichzeitig liegt hierin aber auch ein klarer Vorteil: Die vorhandenen Mittel fließen direkt in die Versorgung unserer Kolleginnen und Kollegen und nicht in groß angelegte Marketingmaßnahmen. Wenn wir diese Stärken gemeinsam weiter ausbauen, bleibt die MAHLE BKK auch künftig ein starker Partner für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Belegschaft.
Aufbaupotenzial sehe ich darin, die von Frau Müller-Coonan genannten Vorteile noch sichtbarer zu machen: die BKK stärker im Unternehmen zu vernetzen, ihre Expertise frühzeitig in Projekte einzubringen und die Mitarbeitenden aktiver über die umfangreichen Leistungen zu informieren. So können wir die BKK noch näher an die Bedürfnisse unserer Kolleginnen und Kollegen bringen und ihre wertvolle Arbeit nachhaltig stärken.
Frau Müller-Coonan, wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat?
Nicole Müller-Coonan:
„Wir sind sehr froh über einen Betriebsrat, der sich so stark für die BKK und vor allem für die Mitarbeitenden einsetzt. Herr Schwürz und seine Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsratsgremien tragen wesentlich dazu bei, dass die Anliegen der Belegschaft frühzeitig bei uns ankommen und wir unsere Angebote gezielt weiterentwickeln können. Für uns ist es enorm wertvoll, einen Partner zu haben, dem die Gesundheitsversorgung nicht nur organisatorisch, sondern auch persönlich ein echtes Anliegen ist.“ Aus meiner Sicht ist ein engagierter Betriebsrat ein starker Verbündeter, wenn es darum geht, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden langfristig zu stärken.
„Gesundheit ist ein gemeinsames Zukunftsprojekt und wir wollen noch enger zusammenarbeiten.“
Frau Müller-Coonan, welche Möglichkeiten sehen Sie, die Gesundheit der Belegschaft in Zukunft noch gezielter zu fördern?
Nicole Müller-Coonan:
Wir stehen an einem Punkt, an dem Gesundheitsförderung im Unternehmen immer strategischer werden muss. Die klassischen Präventionsangebote bleiben wichtig, aber wir müssen weiterdenken: Wie schaffen wir Strukturen, in denen Gesundheit ein integraler Bestandteil aller Unternehmensentscheidungen wird?
Ich sehe dabei großes Potenzial darin, unsere Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, der Stiftung und der Filderklinik noch enger zu verzahnen. Durch diese Kooperation können wir die Gesundheit der Mitarbeitenden noch gezielter fördern und konkrete Vorteile schaffen.
Ein Beispiel hierfür ist eine frühzeitige Gesundheitsvorsorge: Mitarbeitende, die durch Vorsorgeuntersuchungen oder Befragungen im Rahmen von care for you Auffälligkeiten zeigen, können direkt an die Filderklinik oder spezialisierte Fachstellen weitergeleitet werden. So lassen sich gesundheitliche Risiken schnell erkennen und behandeln, bevor sie zu längeren Ausfallzeiten führen.
Boris Schwürz:
Auch die Betriebsräte bei MAHLE wollen die Zusammenarbeit zwischen BKK, Mitarbeitenden und Unternehmen noch enger knüpfen. Gesundheit ist ein Thema, das uns alle betrifft. Je enger alle Beteiligten zusammenarbeiten, desto größer ist der Mehrwert für alle Beteiligten.
Fazit
Dieses Gespräch zeigt eindrucksvoll, wie eine betriebsbezogene BKK weit mehr leisten kann als klassische Krankenversicherung.
Sie ist Ansprechpartnerin, Partnerin, Begleiterin – für Versicherte wie auch für das Unternehmen.
Persönlicher Service, exklusive Leistungen, maßgeschneiderte Gesundheitsprogramme und eine enge Zusammenarbeit mit den Betriebsratsgremien schaffen einen spürbaren Mehrwert.
Eine starke BKK ist daher nicht nur ein Wettbewerbsvorteil. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil gelebter Verantwortung im Unternehmen.
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